Aktuelle Einschätzung Corona-Lage
Wer hätte sich zu Beginn des Jahres 2020 vorstellen können, dass die kommenden 3 Jahre geprägt sein würden durch eine Pandemie nie gekannten Ausmaßes.
Als im März 2020 die erste Welle auf uns zurollte, war ich der festen Überzeugung, dass es sich um ein Phänomen handelte, welches in wenigen Wochen hinter uns läge. Ein schneller Übergang zurück zum gewöhnlichen Alltag stand für mich zu diesem Zeitpunkt außer Frage.
Nun sind bald 3 Jahre vergangen und die Pandemie hält uns weiter im Würgegriff.
Wie wird sich die Corona-Lage nach unserer Einschätzung mittelfristig entwickeln?
Der Start in kältere Jahreszeit steht unmittelbar bevor und bereits jetzt haben wir eine Inzidenz von über 600. Sobald sich das Leben durch die kälteren Temperaturen noch mehr in die Innenräume verlagern wird, wird sich auch die Inzidenz weiter deutlich erhöhen.
Nach unseren Schätzungen dürfte spätestens Mitte Dezember ein Inzidenzwert von 1500 überschritten werden.
Dies liegt auch daran, dass die neuen Varianten sich durch eine wesentlich höhere Ansteckungsrate auszeichnen.
Unseres Erachtens könnte die Einhaltung der Hygieneratschläge von namhaften Experten die Prognose noch positiv beeinflussen. Dazu gehört das Tragen von FFP2 Masken, ins Besondere in stark frequentierten Innenräumen, sowie das regelmäßige Desinfizieren von Händen und Flächen, sowie die empfohlenen Abstandsregeln, die Viele gar nicht mehr beachten.
Wir möchten an dieser Stelle empfehlen beim Selbstschutz proaktiv zu werden und mit dem Tragen von Schutzmasken nicht zu warten, bis die Regierung auf Grund der dann angespannten Situation, zu verpflichtenden Maßnahmen gezwungen wird.
Durch die relativ hohe Impfquote und die inzwischen angepassten Behandlungsmöglichkeiten, werden wir nicht mit einem „Horrorszenario“ wie im Jahre 2020 konfrontiert werden.
Allerdings ist durch das wesentlich höhere Ansteckungsrisiko bei den neuen Varianten davon auszugehen, dass wir auch in diesem Jahr nochmal einen starken Anstieg bei der Zahl der Intensivpatienten beklagen müssen, da die Zahl der Erstimpfungen in der Altersklasse der besonders Gefährdeten (60+) kaum zunimmt.
Durch die Vielzahl der Neuinfektionen wird es in vielen Branchen zu Engpässen beim Personal kommen.
Erst vor Kurzem war in vielen Medien darüber zu lesen, dass Experten eine gewisse „Testmüdigkeit“ bei der Bevölkerung beklagen. Dies wird sich weiter negativ auf die Zahlen auswirken, da hierdurch viele erkrankte Mitarbeiter auf dem Arbeitsplatz weitere Personen infizieren, weil sie gar nicht wissen, dass sie bereits erkrankt sind.
Um dem vorzubeugen, erachten wir es als sinnvoll, sich auch ohne gesetzliche Vorgaben regelmäßig selbst zu Testen, zumal die Preise von renommierten Selbst-Tests, wie beispielsweise HOTGEN und YANIMED inzwischen durchaus erschwinglich sind und auch die neuen Varianten zuverlässig erkennen.
Vor Allem in systemrelevanten Bereichen, kann hierdurch einem Kollaps wegen einer zu hohen Krankheitsrate des Personals frühzeitig entgegen gewirkt werden.
Mittelfristig gehen wir aber davon aus, dass die kommende Herbst- Winterwelle in punkto schwere Verläufe und Sterbezahlen, bei Weitem milder ausfallen dürfte, als in den beiden vergangenen Wintern.
Mit einem deutlichen Rückgang der Zahlen, rechnen wir jedoch erst ab Mitte/Ende April 2023.
Da viele Produzenten aus Fernost ihre Preise mit steigender Inzidenz deutlich anheben, um den maximalen Profit zu erzielen, ist es durchaus ratsam sich in allen Bereichen, in denen ein hoher Verbrauch an Schutzmaterialien vorherrscht, sich vor dem Höhepunkt der Welle mit dem Nötigsten für den Zeitraum bis mindestens April 2023 einzudecken, um alle Einkäufe zu Höchstpreisen zu vermeiden.
Quelle: Lorenzo Hoppe / GEschäftsführer Hoppe Gesundheit GmbH